Die Musik im Detail

Durch die Verwendung der Instrumente mit ihren eigentümlichen Klang-Charakteren werden sogar leichte Wildwest-Stil-Allüren angedeutet, die funktionieren. Es lassen sich Samba-Elemente erkennen, die die Bewegung anzutreiben scheinen. Und häufig wird man an festliche Mariachi-Musik erinnert.

Musikalische Begleitung der Szenen

Während des ganzen Films hat man das Gefühl, eine Band ist anwesend, die das Gesehene mit ihren unterschiedlichen Instrumenten begleitet und sich wieder in den akustischen Hintergrund zurückzieht, sobald ein neuer Wendepunkt eintritt. Durch den besonderen Einsatz der Musik könnte man meinen, Karl und sein Kumpane Rizzo sind so etwas wie moderne Asphalt-Cowboys, die ihren Pferdewagen gegen einen Abschlepptransporter ausgetauscht haben, mit dem sie einen Abstecher in die wilde Natur Österreichs machen. Die Musik unterstütz die Dramaturgie der Handlungen und man merkt genau, wann mehr galoppiert oder im langsamen Trab geritten beziehungsweise gefahren wird.

Die frühe Tradition der amerikanischen Western-Filmmusik scheint immer wieder deutlich durch. In jeder Szene trägt die Musik, wie ein alles umschließendes Vehikel, auf sehr spezielle Art dazu bei, das man sich besser in die vermeintlichen Gefühle der Protagonisten hineinversetzen kann. Und alle musikalischen Elemente harmonieren mit den diegetischen, den erzählenden, Geräuscheffekten. Die akustische Welt unterstützt die visuelle Welt. Die beiden ergänzen sich auf ideale Weise.