Bad Luck – der Film: Einleitung und Gesamteindruck

Der Kinofilm ist eine österreichische Tragikomödie, die unter der Regie von Thomas Woschitz und Gabriele Kranzelbinder produziert wurde. Die Geschichte zum Film stammt aus der Feder des Regisseurs Thomas Woschitz. Am 29. Mai 2015 kam es zur österreichischen Erstausstrahlung und ab Juli wurde der Film dann auch in Deutschland aufgeführt. Im selben Jahr wurde Bad Luck bereits für den Max-Ophüls-Preis nominiert.

In den ersten Haupt- und Nebenrollen waren Valerie Pachner, Markus Schwärzer, Thomas Oraže, Christian Zankl, Josef Smretschnig, Ernestine Schmerlaib und Gerhard Kubelka zu sehen. Der Film ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein gutes Script immer noch das ist, was die Energie liefert, die einen guten Film letzten Endes zum Leben erweckt.

Ironie des Schicksals

Wie im wahren Leben, werden auch im Film die unterschiedlichen Charaktere früher oder später mit der Ironie des Schicksals konfrontiert. Pech scheinen dabei diejenigen zu haben, die sich auf allzu einfältige Weise ihren egoistischen Trieben hingeben. Glück haben die anderen, die etwas bedachter und mit etwas mehr Geduld an die Sache herangehen, sich entweder spezielle Taktiken für den finanziellen Erfolg überlegen, einfach mit viel weniger zufriedengeben oder gar die Abwesenheit des Pechs quasi als abgespeckte Variante des persönlichen Glücks akzeptieren. Nach dem Motto: „Mein Leben ist zwar nicht supertoll, aber es könnte noch schlechter sein. Und wir mögen vielleicht auf der materiellen Ebene bankrott sein, aber wir haben ja wenigstens uns.“

Bad Luck handelt hauptsächlich von den schicksalhaften Geschehnissen, die innerhalb von drei Tagen in den Leben der drei oder vier verschiedenen Haupt-Protagonisten an einem Ort irgendwo in der ländlichen Gegend von Kärnten stattfinden. Der überforderte Automechaniker Karl lässt sich von seiner Gier hinreißen. Die Tankstellenwärterin Dagmar steckt in finanziellen Problemen und wurde aus ihrer Wohnung geschmissen. Lippo wurde nach fünfzehn Jahren treuer Arbeit in einem Wettsalon entlassen und will mit seinem ehemaligen Boss über die Sache reden. Rizzo will sein Recht auf Garantie und Händlergewährleistung einfordern, was ihm nach dem Kauf eines Mopeds bei Karl zusteht.

Ein Gesamteindruck

Die Aktionen und Reaktionen der Figuren sind absolut nachvollziehbar und die unterschiedlichen Stimmungen werden sehr gekonnt auf den Betrachter übertragen. Die fiktiven Beweggründe der Charaktere sind insgesamt sehr plausibel. Und mit den meisten Personen kann man durchaus mitfühlen und vielleicht sogar Mitleid für sie entwickeln. An so mancher Stelle im Film wird man sich vielleicht wünschen, man wäre selbst beteiligt, um Schlimmeres abzuwenden und den einzelnen Protagonisten helfen zu können. Manchmal werden viele auch sicherlich denken, dass sie die Situationen besser gemeistert hätten. Im Verlauf der Geschichte wird der Betrachter mit einigen schockierenden Momenten konfrontiert, die ihn in der Luft hängen lassen und an mancher Stelle wird man sich als Gutmensch wünschen, dass sich für den einen oder anderen Helden oder Antihelden alles doch noch zum Besten wendet.