Was Bad Luck zu einem guten Film macht

Die Geschichte beziehungsweise die Einzel-Geschichten sind sehr unterhaltend. Obwohl es sich um eine Komödie handelt, wird man in vielen Momenten zum Nachdenken angeregt. Die Figuren sind sogar dermaßen gut, dass sie einen von der ersten bis zur letzten Minute überzeugend durch das Bildgeschehen geleiten. Es gibt insgesamt wenige allzu vorhersehbare Momente, was das Zuschauen insgesamt interessanter macht.

Ein überzeugendes Schauspiel

Mit einigen der Hauptfiguren hat man stellenweise sogar Mitleid oder hofft, es würde sich für sie besser entwickeln. Die Hauptschlüsselfiguren, wie Dagmar, Rizzo, Karl und Lippo sind allesamt überzeugend, die weibliche Hauptrolle wurde sehr kontrastreich gezeichnet. Die Handlungen sind insgesamt sehr nachvollziehbar und es kommen an keiner Stelle irritierende zu komplexe Verläufe vor.

Obwohl die Anzahl der Figuren sehr überschaubar ist, war es nicht nötig, diese zu sehr zu profilieren. Die dargestellten Szenenbilder funktionieren wie ein extra für die Figuren bereitgestelltes Bett, in das sich die Akteure hineinlegen konnten. Die gestalterischen Aspekte tragen wesentlich zur Überzeugungskraft des Films bei.

Die unterschiedlichen Themen kommen im Verlauf der Geschichten deutlich heraus und drängen sich dennoch nicht auf. Es geht um den Alltagstrott, die plötzliche Gier, die Macht, den Kontrollverlust, die Gefahr, kriminelle Energien und die Trotteligkeit. Bad Luck handelt von falschen oder verhängnisvollen Freundschaften, von kleinen Betrügereien oder Verarschungen, von Misstrauen, Ungerechtigkeit und Vorteilnahme.

Der Film appelliert, zu versuchen richtig mit dem eigenen Schicksal umzugehen, und erinnert daran, wozu einen der reine Überlebenstrieb treiben kann. Außerdem bietet er einem einige moralische Schlüsse, die man ziehen kann. Ohne zu viel vom Film vorwegzunehmen, kann man sagen, das man am Ende einiges mitnehmen kann und weiß, dass man es mit einem zwinkernden Auge nehmen muss.